Foto von einem intenisven Gründach auf einem Gebäude der Wiegmann-Klinik in Berlin
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Aus 1000-Grüne-Dächer wird GründachPLUS

Intensives Gründach auf einem Gebäude der Wiegmann Klinik in Berlin. Der Dachgarten ist für Patientinnen und Patienten Therapie-, Rückzugs- und Erholungsort gleichermaßen.
24. Juni 2019

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz setzt das 1000-Grüne-Dächer-Programm unter dem Namen GründachPLUS um. Berlin reagiert damit auf die Folgen des Klimawandels und Wachstumsdrucks mittels mehr Grün und Regenwasserrückhalt auf bisher unbegrünten Dachflächen im Bestand.

 

Die Berliner Regenwasseragentur informiert im Rahmen einer Erstberatung über:

  • die Möglichkeiten und Vorteile der Dachbegrünung,
  • weitere Maßnahmen der Bewirtschaftung von Regenwasser auf Grundstücken,
  • Umsetzungsbeispiele sowie
  • Ansprechpartner für die Vor-Ort-Beratung, Planung und Umsetzung.

 

Die Beratung erfolgt in erster Linie schriftlich. Je nach Bedarf vereinbaren wir auch Telefontermine.

Die Förderkulisse konzentriert sich auf Stadtgebiete mit einer hohen Dichte an Bestandsgebäuden, mit besonders wenigen Freiräumen, besonders hoher klimatischer sowie Luftbelastung und einem besonderen Bedarf an Regenwasserrückhaltung zur Entlastung der Kanalisation. Erfahren Sie hier, ob sich Ihr Bestandsgebäude innerhalb der Förderkulisse befindet.

Gefördert wird die Erstbegrünung von Bestandsdächern auf Wohn-, Büro- und Gewerbegebäuden einschließlich Tiefgaragendächern, solange eine Mindestgröße von 100 Quadratmetern Vegetationsfläche entsteht. Verschiedene Dachbegrünungsarten sind förderfähig: extensive und intensive Gründächer sowie Retentionsdächer.

 

Das Förderprogramm ist zweigeteilt. Es beinhaltet eine „Reguläre Förderung“ und eine „Green Roof Lab Förderung“. Die „Reguläre Förderung“ wird auf Antrag als Zuschuss von 75 Prozent (maximal 60.000 Euro je Gebäude, maximal 60 Euro je Quadratmeter) gewährt. Die „Green-Roof-Lab“-Förderung zielt darüber hinaus auf besonders innovative, experimentelle, partizipative oder gemeinwohlorientierte Projekte mit Vorbildcharakter ab. Über ihre Förderung (bis zu 100 Prozent) entscheidet ein Ausschuss im Einzelfall.

  • Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer
  • Verfügungsberechtigte
  • Erbbauberechtigte

 

Mit Erlaubnis der Verfügungsberechtigten können ebenfalls Initiativgruppen, Interessengruppen, Vereine, Begegnungsstätten, Seniorenheime etc. einen Antrag auf Förderung stellen.

Die IBB Business Team GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Investitionsbank Berlin, ist mit der Durchführung des Programms betraut und steht als Ansprechpartner rund um die Antragstellung und Förderkonditionen zur Verfügung.

 

Seit dem 21. August 2019 können vorläufige Anträge bei der IBB Business Team GmbH gestellt werden. Nach Eingang des Dokuments erhalten Sie eine Bestätigung. Ab diesem Zeitpunkt können Sie auf eigenes Risiko mit dem Vorhaben beginnen und Planungs- sowie Umsetzungsleistungen beauftragen. Mit Verarbeitungsbeginn der Anträge ab 1. November 2019 benötigt die IBB detaillierte Angaben zu Ihrem Dachbegrünungsvorhaben – ein qualifizierter Antrag wird Ihnen dann zur Verfügung gestellt.

Drei Wege zum Gründach

Gründächer bestehen, von unten nach oben, aus mehreren Schichten: einer wurzelfesten Dachabdichtung mit Schutzlage, der Drainageschicht, einem Filtervlies und einer Substrat- sowie Vegetationsschicht.

 

Je nach Aufbau, Nutzungsmöglichkeit und Pflegeaufwand wird in drei Arten von Gründächern unterschieden:

 

  • nicht begehbare extensive Gründächer mit max. 15 cm dünner Substratschicht, in der Regel mit Kräutern, Sedum oder Moosen bepflanzt,
  • begehbare intensive Gründächer mit dickerer Substratschicht, wo neben Stauden, Bäumen und Rasenflächen auch Platz für Wege oder Spielflächen ist sowie
  • sogenannte Retentionsdächer, die dank Stauräumen unter der Substratschicht größere Niederschlagsmengen zwischenspeichern und sowohl extensiv als auch intensiv begrünt werden können.
Grafik, die den Aufbau eines extensiven Gründachs im Querschnitt zeigt: Von oben nach unten: Vegetation, Substrat, Filtervlies, Drainage, Schutzlage, wurzelfeste Dachabdichtung, Dachkonstruktion.
Aufbau eines nicht begehbaren extensiven Gründachs

 

 

Grafik, die den Aufbau eines intensiven Gründachs im Querschnitt zeigt: Von oben nach unten: Vegetation, Substrat, Filtervlies, Drainage, Schutzlage, wurzelfeste Dachabdichtung, Dachkonstruktion.
Aufbau eines begehbaren intensiven Gründachs
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