Hintergrund

Ideenregen

07. Januar 2020
Wer wissen will, ob er oder sie auf dem richtigen Weg ist, fragt am besten nach. Genau das hat die Berliner Regenwasseragentur am 12. November 2019 im Rahmen ihres ersten Öffentlichen Forums getan. Als Antwort gab es ein deutliches »Weiter so!« und zahlreiche Ideen und Wünsche für die kommende Arbeitsperiode.
In Kleingruppen entwickelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Öffentlichen Forums Ideen für die Regenwasseragentur.
Darla Nickel, Leiterin der Berliner Regenwasseragentur, im Gespräch mit Gästen des Öffentlichen Forums

Nah am (Regen-)Wasser war nicht nur der Veranstaltungsort, das Pier13 am Tempelhofer Hafen, sondern auch die rund 120 Gäste, die unserer Einladung gefolgt sind. Angestellte der Landes- und Bezirksverwaltungen, Immobilienbesitzer, Investoren, Planer und engagierte Bürgerinnen und Bürger sprachen mit uns und den Vertreterinnen und Vertretern des fachlichen Steuerungskreises darüber, was die Regenwasseragentur für Berlin leisten kann. Der Ideenflut nach zu urteilen sollte die Regenwasseragentur im kommenden Jahr nicht an Arbeitsmangel leiden!

 

Zur Förderung der Umsetzung einer dezentralen und klimaangepassten Regenwasserbewirtschaftung soll die Regenwasseragentur auf gute Praxisbeispiele aufmerksam machen, Pilotvorhaben mit den Bezirken durchführen, dabei rechtliche und sonstige Umsetzungshindernisse systematisch identifizieren und die Kosten für konkrete Umsetzungsprojekte ermitteln. Die Liste geht weiter mit der Bereitstellung von „musterhaften“ Maßnahmenkombinationen für typische oder besonders schwierige Bautypologien und dazu passenden Betreibermodellen inkl. Musterverträgen.

 

Die Regenwasseragentur soll die Potenziale im Bestand ermitteln, Regenwasser vor Ort zu bewirtschaften und von der Kanalisation fernzuhalten. Beratung ausbauen! Weiterbildungsangebote für Fachkräfte schaffen! Forschungsergebnisse in die Praxis übertragen! Gleich mehrfach wurde der Wunsch geäußert, die ressortübergreifende Zusammenarbeit weiter zu befördern, damit Konflikte ausgetragen und gute Kompromisse gefunden werden. An vielen dieser Ideen arbeitet die Regenwasseragentur bereits heute – eine Bestätigung, über die wir uns freuen!

Etwas allgemeiner wünschten sich die Gäste, dass Wasser im Stadtbild sichtbarer und Regenwasser stärker zum Wohle des Stadtgrüns und zur Verbesserung des lokalen Klimas eingesetzt wird. Und weiter: Die Überflutungsvorsorge soll angegangen, die Förderung für den Neubau ausgebaut und der Vollzug auf privaten Grundstücken gestärkt werden. Spätestens hier wird klar, dass diese Wünsche sich nicht nur an unsere Adresse richten – denn schließlich ist Regenwassermanagement eine Gemeinschaftsaufgabe.

 

Die Gäste hatten sichtbar Spaß an der Arbeit der Regenwasseragentur. Und wir hatten Spaß an dem regen Austausch mit Ihnen. Das nächste Öffentliche Forum wird voraussichtlich Ende 2020 stattfinden. Schon jetzt ein Grund sich zu freuen.